Man stehe zur Kirche (und zum Kirchenbeitrag ) wie man will, aber soziale Tätigkeiten (Caritas, Barmherzigen Brüder/schwestern, ...), Kulturerhaltung (Kirchen, Klöster ,....) und auch die Seelsorge (rede doch mal mit dem Pfarrer deines Vertrauens) werden gemacht - und wie ich denke en gros nicht so schlecht.
Nicht von den Wagners/Groers/Krenns dieser Welt auf den ganzen Rest schließen
Deine Argumente heben sich aber leider selbst aus. Gern wäre ich so blauäugig und würde von den genannten Persönlichkeiten und so einigen anderen auf den ganzen Rest schließen:
- Die genannten sozialen Instuitution finanzieren sich nicht durch den Kirchenbeitrag, sind teilweise auch eigenständig, bestes Bsp: Caritas
- Für die Erhaltung von Kulturgütern wie Kirchen und Klöstern ist auch nicht unmittelbar der Kirchenbeitraf verantwortlich, eher strak die jeweiligen Gemeinden, beziehungsweise eine Verunstaltung mit Werbung (bestes Bsp: Stephansdom) - wie war das noch mit Jesus und seiner Aktion im Tempel von Jerusalem? In Staaten ohne Kirchenbeitrag (also alle anderen) funktioniert das offensichtlich ja auch.
. die Seelsorge ist weitgehend, allein schon auf Grund von akutem Priestermangel nicht gewährleistet. Unzählige Pfarren haben keinen eigenen Pfarrer mehr. Die Seelsorge ist wohl auch nach innerkirchlichen AUssagen en gros verheerend.
Wenn es undeutlich war, dann stelle ich natürlich klar, dass ich deinen ersten Kommentar auf die Kirche an sich bezogen habe - und ich denke so war er auch gemeint (und nicht bezogen auf den Kirchenbeitrag)
ad sozial) Daher auch die Erwähnung der genannten Einrichtungen, die alle kirchlichen Ursprungs sind bzw noch immer in Verbindung zur Kirche stehen. Die barmherzigen Brüder bzw deren Spitäler gingen aus dem Orden hervor; die Caritas ist tief verwurzelt in vielen tausenden Pfarren. Hier allein den Krichenbeitrag als Trennlinie zu ziehen empfinde ich als willkürlich und nicht gerechtfertigt.
ad kulturbewahrend) Die einzelen Pfarren müssen sich um die Renovierungen kümmern und erhalten dazu Zuschüsse von Diozöse / zuständiger Stelle und Land/Bund. Ein Gutteil der Kosten muss jede Pfarre aber selbst tragen. Mir ist nicht bekannt wieviel jede Pfarre an Beiträgen bekommt (bzw ob direkt etwas fließt), aber die Dizösen oder verwaltenden Äbte rechnen sehr wohl in der Anzahl der Beitragszahlern in einer Pfarre für ihre Finanzierung.
Bei einer mir bekannten Pfarre in Wien erfolgt die Finanzierung 33/33/33 - 33% Spenden, die die Pfarre aufbringen muss, 33% durch die Diozöse, 33% durch Land/Bund.
Die Erzdiozöse Wien gibt pro Jahr 13% des Gesamtbudgets für Baumaßnahmen aus; das Budget setzt sich wiederrum zu 80-90% aus Kirchenbeiträgen zusammen.
Sicher geht es auch ohne den Beitrag, dann zahlt halt der Staat mehr direkt und damit alle.
ad Jesusvergleich) Der hinkt aber sehr;
zur Seelsorge) Ich kenne genug Gegenbeispiele, wo Seelsorge und kirchliche Gemeinschaft im weiteren Sinne gut funktionieren. Den Priestermangel auf den Kirchenbeitrag zu schieben - so blauäugig wäre ich auch gerne einmal. Einen Anspruch auf Seelsorge aus den Beiträgen abzuleiten halte ich dagegen für interessant.
lassen wirs mal gut sein. ich habe das starke gefühl, du verstehst mich falsch - wann hab ich eine verbindung zwischen kirchenbeitrag und priestermangel aufgestellt? wer kirchenbeitrag zahlen will, der möge das tun!
sag nur, was hast du gegen den jesusvergleich?
"Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler schüttete er aus, und ihre Tische stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle!"
[Joh 2,14–16]