Gestern Nachmittag fuhr ich das erste Mal in meinen bisherigen 18 Lebensjahren mit einem Fiaker und das eigentlich nur, weil ich eingeladen wurde. Ich möchte hiermit nochmals dieser lieben Person danken (in der Hoffnung, dass sie diesen Beitrag liest

)
Los ging die Fahrt am Heldenplatz von dem aus schon das Kunsthistorische und das Naturhistorische Museum zu sehen sind. Im Hintergrund kann man das Museumsquartier und auch das Haus des Meeres erblicken. Weiter ging die Fahrt auf den Ring, wo wir das Parlament, den Volksgarten, das Burgtheater, das Rathaus, das Café Landmann, die Universität und das Liebenbergdenkmal betrachten konnten. Auf unser Fahrt am Dr. Karl Lueger Ring haben wir auch erfahren, dass die Votivkirche im eigentlichen Sinne 1 m höher ist als das Rathaus. Deswegen wurde der Rathausmann, der 5,4 m (inklusive Fahne) groß ist, aufgestellt. So wurde der Wunsch von Kaiser Franz Joseph I, die Votivkirche würde das Rathaus überragen, übergangen.
Nach dem Liebenbergdenkmal bogen wir in die Schottengasse ein, um die Schottenkirche zu betrachten und zu erfahren, weswegen die Freyung ihren Namen hat:
Es ist schon sehr lange her, als auf der jetzigen Freyung ein Lebensmittelladen stand, der regelmäßig von Kindern verarmter Familien geplündert wurde. Allerdings war es ein geschriebenes Gesetz, dass das Kind frey ist, wenn es es schaffte die Schottenkirche zu berühren.
(Bei einer kleinen Recherche im Internet steht leider, dass der Name der Freyung von der Befreiung des Schottenklosters von den Schotten abgeleitet wird, aber mir gefällt die Fiakterableitung um einiges besser.)
Weiter ging unsere Fahrt dann über den Graben an der Pestsäule vorbei zur Peterskirche. Danach ging es in die Milchgasse, die kürzeste Gasse Wiens, in der auch Mozart gelebt hatte. Am Stephansdom und dem Erzbischöflichen Palais vorbei fuhren wir die Rotenturmstraße entlang, um dann in den Hohen Markt einzubiegen. Dort konnten wir die Ankeruhr und den Vermählungsbrunnen begutachten.
Die nächsten Sehenswürdigkeiten auf unserer Rundfahrt waren dann die Bierklinik, eines der ältesten Lokale Wiens, das Uhrenmuseum und Engelapotheke, die noch immer im Jugendstil gehalten ist.
Mittlerweile waren wir dann schon auf den "Heimweg" zum Heldenplatz und sahen (auf unserer Rundfahrt) die letzten Sehenswürdigkeiten Wiens: das Café Central, die römischen Ruinen, die MichaelERkirche und natürlich die Spanische Hofreitschule
Ich finde, diese Fiakerfahrt ist echt ein einmaliges und großartiges Erlebnis gewesen und ich werde sie so schnell wohl nicht vergessen!
Herzlichen Dank an unseren Fiakerfahrer!